Seitensprung beichten oder lieber nicht?
Den Seitensprung muß man nicht freiwillig beichten
Ein kleiner Flirt passiert ja jedem mal - so lange man alles "Praktische" in der eigenen Beziehung vollzieht, ist das ja auch durchaus zu tolerieren. Doch was tut man, wenn ,es´ tatsächlich mal passiert ist und man im Bett mit einem anderen landet? Vorausgesetzt, dass es sich bei diesem Fehltritt um ein einmaliges Erlebnis handelt und man den eigenen Partner nicht verlieren will, stellt sich die Frage, wie und ob überhaupt man es dem Partner beichtet. Die Erfahrung zeigt, dass die Methode "Was mein Partner nicht weiß, macht ihn nicht heiß" häufig nicht von Erfolg gekrönt ist. Denn meist haben gerade Menschen, die in einer langjährigen Beziehung leben und ihren Partner gut kennen, auch einen untrüglichen Sinn dafür, dass etwas nicht in Ordnung ist.
Wenn dann aus einem Zufall oder durch die Recherche des eigenen Partners ans Licht gelangt, dass man fremd gegangen ist, ist das Vertrauen umso stärker verletzt und ein Neuanfang meist völlig ausgeschlossen. Sicherlich erfordert es viel Mut, sich der Aussprache mit dem Partner zu stellen. Zuvor sollte man jedoch auch Selbstforschung betreiben: Was könnten die Gründe sein, dass ich fremdgegangen bin? Häufig sind es emotionale Frustration, das Gefühl vom Partner nicht mehr im gewünschten Maße beachtet zu werden oder auch mangelnde Sexualität, die einen anfänglichen Flirt zu einem Seitensprung ausarten lassen können. Die Zeit nach dem Seitensprung erfordert also nicht nur, dass man sich mit dem Partner auseinandersetzt, sondern sich zuvor auch mit den eigenen unerfüllten Bedürfnissen konfrontiert. Wenn sich beide Partner in einer ehrlichen und konstruktiven Aussprache über, Schwachstellen´ in ihrer Beziehung austauschen können, besteht die Chance, dass man der Beziehung auch wieder neuen Sinn verleiht
